Hepatitis-A Impfung

Fragen über Fragen:

Kann man sich gegen Hepatitis impfen lassen? Wie sinnvoll ist eine Hepatitis Impfung? Wie teuer ist eine Hepatits A Impfung? Bieten Impfungen einen zuverlässigen Schutz? Wie wird der Impfstoff vertragen? Ist das Impfen auch für Kinder empfohlen? Welche Personen benötigen besonderen Schutz und sollten sich die Impfungen geben lassen?

Ihre Tropenordination „Tropencentersüd“ im SMZ Süd in Wien beantwortet Ihre Fragen!

Zum Krankheitsbild

Die Hepatitis A wird vom Hepatitis-A-Virus verursacht und ist eine Lebererkrankung, die mit Allgemeinbeschwerden wie Fieber, Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen beginnt. Nach einigen Tagen wird in den meisten Fällen der Urin dunkel und der Stuhl hell, schließlich entwickelt sich eine Gelbfärbung der Haut. Der weitere Verlauf ist unterschiedlich.
Die Hepatitis A heilt nach einigen Wochen meist komplett aus, mit dem Alter und bei Personen mit Leberschäden nimmt der Verlauf der Erkrankung jedoch an Schwere zu.

Infektionsquelle und Übertragung

Infektionsquelle für Hepatitis A ist der Mensch; infizierte Personen scheiden den Virus bereits 2 Wochen vor Krankheitsbeginn mit dem Stuhl aus. Die Übertragung erfolgt fäko-oral bei mangelnder Hygiene bzw. bei ungenügender hygienischer Infrastruktur bei der Wasserversorgung und beim Abwasser- sowie Abfallmanagement. Durch Schmierinfektion und verunreinigtes Trinkwasser, Früchte, Gemüse oder Meeresfrüchte (v.a. Muscheln, Austern und Krebstiere) kann man sich mit Hepatitis A infizieren.

Inkubationszeit

3-6 Wochen

Vorbeugung

Neben der Hepatitis-A-Impfung besteht die Vorbeugung hauptsächlich in der konsequenten und strikten Vermeidung bestimmter Lebensmittel wie z.B. Salaten, rohen Früchten und Gemüse (auch in Soßen), nicht durchgegarten Eiern, Fleisch oder Fisch, Leitungswasser (Eiswürfel), unpasteurisierter Milch, Eis etc. Zur Vorbeugung gehört auch häufiges Händewaschen. Wer geimpft ist, ist bei korrekter Durchführungen der Impfungen geschützt. Besonders Kinder sollten nicht nur bei Reisen in Länder mit niedrigen Hygienestandards geimpft werden.

Behandlung

Es gibt keine spezifische Behandlung, man setzt Maßnahmen gegen die Symptome mit entsprechender Schonung.

Vorkommen und Bedeutung

Hepatitis A findet sich v.a. in Entwicklungsländern mit niedrigen Hygienestandards und kommt in fast allen tropischen und subtropischen Weltregionen vor (siehe auch: “Hepatitis A“). Einheimische sind oft lebenslang immun, da die Infektion bereits im Kindesalter erfolgt ist.

Aufgrund von Einschleppung sollten Kleinkinder auch in Österreich vor dem Eintreten in eine Gemeinschaftseinrichtung gegen Hepatitis A geimpft werden.

 Die Impfung im Tropencenter Süd

Impfschema

Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Teilimpfungen mit einem Totimpfstoff im Abstand von 6-12 Monaten.

Impfschutz und Auffrischung

Die Schutzwirkung beginnt bereits 7-10 Tage nach der ersten Impfung und schützt 95% der Patienten zuverlässig. Nach der zweiten Impfung liegt die Schutzrate bei über 98%. Sinnvollerweise verwendet man eine kombinierte Hepatitis-A-und-B-Impfung, dann ändert sich allerdings das Impfschema auf 0, 1 und 6-12 Monate. Auch eine Kombination mit einem Typhusimpfstoff ist möglich.

Die Auffrischung der Impfung gegen Hepatitis A soll alle 10 Jahre erfolgen.

Nebenwirkungen

Der Impfstoff gilt als sehr gut verträglich.

Wie lange vor der Reise muss ich die Impfung durchführen/auffrischen?

Bei Grundimmunisierung besteht die Impfung aus 2 Teilimpfungen im Abstand von mindestens 6 Monaten bis 12 Monaten. Die Schutzwirkung setzt bereits 1 Woche bis 10 Tage nach der ersten Impfung mit einem Impfschutz von 95% ein.

Hepatitis-Impfung Kosten

Preis pro Teilimpfung, inkl. UST

Hepatitis A bis 15 Jahre/ab 16 Jahre: € 36,20/ € 48,75
Hepatitis A und B Kinder/Erwachsene: € 46,90/ € 74,90
Hepatitis A und Typhus: € 74,-
Impfhonorar: € 17,-
Erstordination und Beratung: € 27,-

Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden!

Neue Medikamente sagen der Hepatitis C den Kampf an!

Gegen Hepatitis C gibt es keine Impfung. Gegen Hepatitis A und B kann man sich durch eine Impfung schützen. Besonders im Fall einer Hepatitis C Infektion wird zu dieser Impfung geraten, eine zusätzliche Infektion mit Hepatitis A oder B führt nämlich zu weiteren Komplikationen.

Hepatitis C kann im schlimmsten Fall die Leber zerstören und zum Tod des Patienten führen. Man konnte die Krankheit zwar schon in der Vergangenheit heilen, aber nur mit einer langen Therapie mit unangenehmen Nebenwirkungen. Leider führte die Behandlung auch bei einem Teil der Patienten nicht zur Heilung.
Seit 2015 sind nun neue Medikamente in Österreich zugelassen, die in nur 12 Wochen bei fast allen Patienten die Hepatitis C mit viel weniger Nebenwirkungen heilen.    

Wie kommt es zu einer Hepatitis C Infektion?

Eine Hepatitis C Infektion bleibt oft lange unbemerkt. Oft wird der Virus erst nach 30 oder 40 Jahren entdeckt manchmal durch Blut-Checks vor Operationen, in letzter Zeit aber vermehrt durch Patienten, die sich mit abnormen Leberwerten, Leberzirrhose oder sogar Leberkrebs im Krankenhaus vorstellen. Grund für diese Infektionen waren oft Blutkonserven.

Übertragen wird das Virus durch Blut. Bis in die 1990er-Jahre steckten sich viele Patienten beim Plasma spenden, durch Blutkonserven oder Blutprodukte (wie Gerinnungsfaktor-Produkte) an. Heute kann man Blutkonserven mit Tests kontrollieren, Blutprodukte werden zusätzlich virusinaktiviert, das Infektionsrisiko ist fast ausgeschlossen. Neuinfektionen passieren heute meist durch unsachgemäße Tätowierungen und Piercings oder gemeinsam gebrauchte Spritzen.

Gravierende Spätfolgen

Eine akute HCV-Infektion wird meistens gar nicht bemerkt und hat oft keine oder nur leichte, grippeähnliche Symptome. Bei 25 Prozent der Betroffenen heilt sie nach einigen Monaten von selbst aus. Kann man auch nach einem halben Jahr noch Erreger der Krankheit im Blut nachweisen, spricht man von einer chronischen Erkrankung und der Zustand der Leber verschlechtert sich in kleinen Schritten. Es gibt sieben Erkrankungsstadien. Man spricht von vier Stufen der Leberfibrose und drei Stufen der irreversiblen Leberzirrhose, aus der sich in manchen Fällen ein Leberkarzinom entwickelt.

Hepatitis C betrifft viele, hat aber wenig Öffentlichkeit

Sovaldi und die anderen Medikamente, die momentan auf dem Markt kommen, machen Hepatitis zu einem Thema in der Öffentlichkeit. Das sollte die Krankheit auch sein, weil es sich dabei um ein Massenleiden handelt. Auf der ganzen Welt sind 180 Millionen Menschen davon betroffen, in Österreich gibt es 80.000 Infizierte und 30.000 Erkrankte.
In Europa tötet die Krankheit im Jahr 90.000 Menschen, zehn Mal so viele wie AIDS.

Neue Hepatitis C Tabletten kosten ca. 750 Euro pro Stück
Die neuen Medikamente haben nur einen Haken: sie sind wirklich teuer. Eine Therapie kommt auf 70.000 Euro oder mehr. Die Kassen in Österreich übernehmen in sehr schweren Fällen sogar die Kosten, was nur die wenigsten Länder tun ein Großteil der Patienten wird allerdings auch weiterhin mit herkömmlichen interferonbasierten Behandlungskombinationen versorgt.

Blick in die Zukunft

Erfahrungen aus der Vergangenheit haben im Bezug auf die Preise von Medikamenten gezeigt, dass es in den meisten Fällen nach einiger Zeit zu Preisreduktionen kommt. Momentan ist Sovaldi die teuerste oral einzunehmende Tablette, die je am Markt verfügbar war. Zusätzlich gibt es vom Hauptverband der Versicherungsträger Verhandlungen mit Gilead, dem Produzenten des Medikaments, mit dem Ziel, die Medikamente zukünftig zu einem niedrigeren Preis beziehen zu können.

Quelle: Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie unter http://www.gesundeleber.at/